Die Småländer stehen im Ruf besonders erfindungsreich und geschäftstüchtig zu sein. Der Unternehmergeist in der Kommune Gnosjö ist geradezu legendär und hat Vorbildcharakter in Schweden. Tatsächlich haben sich dort schon früh besonders viele Unternehmen erfolgreich angesiedelt.
Heute zählt die Kommune mit ihren 10.000 Einwohnern 380 Industriebetriebe. Schöne Beispiele für die Entwicklung der frühindustriellen Eisenverarbeitung bis heute sind die verschiedenen Industriemuseen von Gnosjö. Dazu gehören das Tölltorps Industriemuseum, Hylténs Industriemuseum, Gåröströms Industriemuseum sowie einige Ruinen der frühindustriellen Schmelzöfen von Häryds Bruk.
Das Töllstorps Industriemuseum zeigt als Freilichtmuseum die frühen Anfänge der Drahtzieherei. Entlang eines sprudelnden Baches drehen sich die Wasserräder, die die Mechanik in den Drahtziehereien und Werkstätten antreiben. Hier wurden - und werden - Mausefallen, Haar- und Sicherheitsnadeln, Schneebesen und Siebe aller Art hergestellt. Ehrenamtliche Museumsführer erklären die alte Technik und führen sie vor.
Das Hylténs Industrimuseum steht für die spätere Phase der Eisengießereien und Maschinenbauunternehmen. Das Museum zeigt einen Betrieb zum Zeitpunkt der Schließung im Jahre 1974. Werkstatt, Lager und Gießerei sehen aus, als hätten die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz nur einmal kurz verlassen, um gleich wiederzukehren.
In der Nachbargemeinde Gislaved spielen die Rohmaterialien Gummi, Plastik und Leder eine wichtige Rolle in der Industriegeschichte. Das Gislaved Industrimuseum berichtet davon.