Gravel mit Chris Lanaway

Småland wird oft als „das echte Schweden“ bezeichnet – und das hat seinen guten Grund. Schon bei der Ankunft umgibt dich endloser Wald, unterbrochen nur von weiten, nachglazialen Seen. Und nicht zu vergessen: die ikonischen roten schwedischen Häuser!


Fotograf & Gravel-Radfahrer Chris Lanaway

Chris Lanaway ist Fotograf und stammt ursprünglich aus Großbritannien. Seit 2019 lebt er in Småland, in der Nähe von Jönköping. Er kam eher zufällig in die Region, a…

Chris Lanaway ist Fotograf und stammt ursprünglich aus Großbritannien. Seit 2019 lebt er in Småland, in der Nähe von Jönköping. Er kam eher zufällig in die Region, als seine Frau ein Jobangebot erhielt – und er kaum etwas über Småland oder die vielfältige Landschaft wusste, die Radfahrende so sehr begeistert.

Im Laufe der Jahre ist Chris zu einem der leidenschaftlichsten Fahrrad-Botschafter Smålands geworden. Auch nach sechs Jahren vor Ort erkundet er immer wieder neue Gegenden und entwirft neue Routen. Die Möglichkeiten zum Graveln sind nahezu unbegrenzt und inspirieren sowohl Einheimische als auch Gäste, das legendäre „Sportgrus“ auszuprobieren, das hier in Småland in Hülle und Fülle vorhanden ist.

Abenteuer warten auf dem „Sport Grus“

„Als Fotograf und Radfahrer habe ich Småland sehr ins Herz geschlossen: Diese Region bietet einem reisenden Radfahrer alles, was man sich wünschen kann – und ist vielleicht sogar das Zuhause des „Sport Grus“. Dieser Begriff hat in der schwedischen Fahrradkultur eine wichtige Bedeutung – und das, obwohl Gravelbiking als Sportdisziplin eigentlich noch relativ jung ist. Ironischerweise gibt es Sport Grus (und Gravelradfahren) in Småland schon seit Jahrzehnten – also noch lange, bevor Gravel­bikes überhaupt erfunden wurden! Wer braucht schon „Champagne Gravel“? Es lebe das Sport Grus!

Die Schweden sind stolz, und die Einheimischen legen großen Wert auf die Qualität ihrer Schotterwege („Grus Väg“). Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Bauer seinen Weg sorgsam pflegt – und das vielleicht ganz ohne jeden Autoverkehr! Viele loben autofreie Reiseziele – aber nachdem ich bereits durch weite Teile Europas mit dem Rad unterwegs war, ist Småland einer dieser seltenen Orte, bei denen diese Aussage tatsächlich zutrifft.

Also: Was hat ein britischer Fotograf und Gravelradfahrer über Småland zu sagen? Ich möchte ein paar Einblicke geben – und euch ein paar Tipps verraten, die euch helfen, eure Reise hierher optimal zu planen!

Smålands Schotterstraßen: Tipps & Ausrüstung

Das Netz der Schotterstraßen hier ist riesig und sehr vielseitig: Egal ob man es glatt und schnell mag oder etwas robuster und herausfordernder. Småland hat wirklich alles. Aber wenn man nicht aus der Region kommt, kann es schwierig sein, die besten Wege zu finden – man verliert sich leicht! Ein Fahrradcomputer mit Navigationsfunktionen ist meiner Meinung nach unverzichtbar. Es gibt viele großartige Routen, die man kostenlos herunterladen kann – das gibt einem die Freiheit, hinaus in die Wildnis zu fahren, ohne Angst, sich zu verirren. Und falls man sich doch verfahren sollte: Das Mobilfunknetz in ganz Schweden ist sehr gut, sodass Hilfe (zum Beispiel via Google Maps) nie weit ist.

Wie schon erwähnt, ist die Qualität der Schotterwege in Småland nahezu perfekt – man muss sich also nicht allzu viele Sorgen um die Ausrüstung machen! Ein gutes Gravelbike mit anständigen Reifen ist völlig ausreichend. Klar, wir lieben alle hochklassige Bikes und hochwertige Ausrüstung, aber sie ist nicht zwingend nötig, um das Gravel-Erlebnis hier zu genießen. Mein einziger Ratschlag: Tubeless-Reifen sind sehr empfehlenswert – und nehmt eine Ersatz‑Schlauch (Tube) mit, nur für den Fall.

Der schwedische Sommer: fast endlose Tageslichtstunden, warme, aber nicht übermäßig heiße Tage und die Möglichkeit, nach der Fahrt in einen See zu springen. Was gibt es da nicht zu mögen? Ein praktischer Tipp: Wenn ihr vorhabt, längere Zeit im Wald unterwegs zu sein oder zu campen, schadet es nicht, etwas Insektenspray und Sonnencreme dabei zu haben. Mücken sind nicht immer ein großes Problem, aber nach einer Weile können sie durchaus lästig werden.

Mein letzter Punkt: Verpflegung! Der Wald ist bezaubernd, und es ist leicht, sich dort stunden- oder sogar tagelang zu verlieren. Die Möglichkeiten zum Erkunden sind unendlich, dank der Fülle an Routen durch die ganze Region. Daher ist es wichtig, ein paar Snacks mitzunehmen – der letzte Gedanke, den man haben will, ist, dass einem 30 km vor der nächsten „Fika“-Pause die Kraft ausgeht. Ich empfehle immer eine kleine Tasche am Rad (z. B. Satteltasche) mit ein paar Extrasnacks. Aber man sollte nicht überladen – es gibt schließlich viele tolle „Fika“-Stops in ganz Småland!

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