© Xenia Nokolskaya

Bruno Mathsson

Design-Revolutionär

Einer der bedeutendsten und berühmtesten schwedischen Möbeldesigner im Laufe der Zeit ist Bruno Mathsson. Er kam in Värnamo zur Welt. Dort zeigt das Bruno Mathsson Center seine Kreationen in dem Glashaus-Atelier, das er neben seinem Elternhaus errichten ließ.

Mit einer langen Tischler-Tradition in der Familie führte Bruno Mathsson (1907-1988) die Tischler-Kunst in den 1930er Jahren zu neuen Höhen. Er war fasziniert davon Form und Funktion von Möbeln zu gestalten - insbesondere bei der Verwendung von Holz und all seinen Bearbeitungsmöglichkeiten. Er entwickelte eine ganz eigene Formsprache und die Möbel gefielen nicht gleich allen. Speziell angefertigte Stühle für die Wartezimmer im Krankenhaus von Värnamo bekamen den Spitznamen "Grashüpfer". Dem Personal gefielen sie überhaupt nicht, so dass die Stühle erst einmal auf dem Speicher verschwanden. Der Durchbruch von Bruno Mathsson ließ jedoch nicht lange auf sich warten, und der Grashüpfer wurde einer seiner populärsten Stücke.
 

Von der Mechanik des Sitzens und die Weltausstellung
Bruno Mathsson studierte sehr genau die Mechanik des Sitzens. Es setzte sich beispielsweise in eine Schneewehe, um sich vom Abdruck der Sitzkurve für die Formgebung inspirieren zu lassen. "Gebogenes" Holz und Sattelgurte waren immer wieder verwendete Materialien. Er wollte bequeme Sitzmöbel erschaffen ohne Sprungfedern und Polsterung.

Auf der Weltausstellung in Paris 1937 wurde er mit dem Grand Prix für sein Bett "Paris" ausgezeichnet, was den internationalen Druchbruch brachte. Die leichten und zugleich eleganten Bugholzmöbel sorgten schnell für internationalen Ruhm. Er lieferte Möbel an das Museum of Modern Art in New York und stellte auf einigen weiteren Weltausstellung aus. Seine zeitlosen Sessel und Elipsen-Tische sind heute populärer denn je. Sie werden in Museen ausgestellt und schmücken viele schwedische Wohnungen.
 

Sommerhaus aus Glas
Während eines längeren Aufenthalts in den USA kam Bruno Mathsson auf die Idee, Häuser aus Glas zu bauen, was große Aufmerksamkeit erregte. Eines der Glashäuser ist die heutige Ausstellungshalle des Bruno Mathsson Centers in Värnamo, das er selbst noch als Atelier und Werkstatt genutzt hatte. In Tånnö südlich von Värnamo und in Frösakull bei Halmstad stehen zwei weitere Villen im "Glas-Haus-Stil" von Bruno Mathsson. Die Häsuer zeichnen sich aus durch ihre Nähe zur Natur, das Einfache und Funktionelle und Bruno Mathssons Liebe zum Licht. Auch in Kosta, auf dem Gelände der altehrwürdigen Glashütte wurden in den 1950er Jahren einige von Bruno Mathsson entworfene "Glas-Reihenhäuser" errichtet. Ursprünglich als Werkswohnungen gedacht, dienen sie heute als Gäste-Appartements.
Führungen durch das Bruno Mathsson Center in Värnamo können gebucht werden bei Visit Värnamo.

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