© Jörgen Tannerstedt

Stolze Festung am Meer

Schloss Kalmar

Die Schritte hallen im mächtigen Torgewölbe. Schon beim Eingang erinnern dicke Mauern und wuchtige Türme daran, dass das Schloss von Kalmar vor allem eine Festung war. Hier am Kalmarsund wurde Jahrhunderte lang Schwedens Grenze verteidigt. Zahllose Menschenschicksale - von Königen, Kriegern und einfachen Knechten - sind mit den Gemäuern verbunden. Von der wechselvollen Geschichte des Schlosses und der Menschen darin berichten die Ausstellungen. Und wer sich nach all den Eindrücken erst einmal stärken muss, kann das im Schlosscafé und Restaurant tun.

1180 wurde der erste Festungsturm am Kamar Sund errichtet. Das war der Beginn des Schlosses. Er wurde zum Schutz gegen Seeräuber und andere Feinde angelegt. Nur wenige Jahre nach der Gründung der Stadt Kalmar ließ König Magnus Landulås Ende des 13. Jahrhunderts eine Burganlage mit Ringmauer um den alten Turm herum errichten. Es war Schwedens modernste Festungsanlage damals. Heute geht es darin eher friedlich zu, aber mehrere Jahrhunderte lang war das Schloss eine wichtige Festung an der Grenze zu Dänemark.

Ausstellung über 800 Jahre Geschichte

Die Geschichte des Schlosses ist sehr wechselhaft. Könige sind gekommen und gegangen. Die Grenzen wurden verschoben und das Schloss wurde auf vielerlei Weise genutzt. Die Ausstellung in der Prunketage zeigt in jedem Saal eine andere Epoche, eine anderes Jahrhundert, ein anderes Ereignis oder Thema. Je nach Interesse kann man sich in die Geschichte der Kalmarer Union vertiefen, die Zeit, in der die nordischen Länder alle unter einem Regenten vereint waren, oder sich mit dem Leben der Wasa-Prinzessinnen befassen. Die königliche Küche im Laufe der Jahrhunderte ist ein weiteres spannendes Thema.

Von der Festung zum Schloss

Königlichen Glamour von 1592 kann man in der Schlosskirche bewundern. Hier sollte die feierliche Hochzeit von Gustav II Adolf mit Maria Eleonra stattfinden und dafür waren prächtige Königs- und Königinnenthrone angefertigt worden. Da in Kalmar jedoch die Pest wütete, wurde die Hochzeit nach Stockholm verlegt. Im 16. Jahrhundert hatten die Vasa-Könige Gustav, Erik XIV und Johan III das Schloss umbauen lassen und die mittelalterliche Festung in den Renaissance-Palast verwandelt, der heute den Kalmar Sund ziert.

Geführte Rundgänge und Restaurant

Wer das Schloss nicht auf eigene Faust besichtigen möchte, kann an einem geführten Rundgang teilnehmen. Im Veranstaltungskalender des Schlosses werden auch Spezialführungen zu bestimmten Themen angekündigt. Dabei erfährt man beispielsweise mehr über die Zeit, als das Schloss als Frauengefängnis genutzt wurde. Andere Themen-Führungen beschäftigen sich mit der Architektur und den Kunstwerken des Schlossen oder auch mit der Zeit als Grenzfestung. Für Kinder werden Spezialführungen angeboten - als Ritterturnier oder Schatzsuche - oder sie können in der Kinderwerkstatt spielen und dabei mehr über die Geschichte erfahren. Slottsrestaurangen heißt das Restaurant im Schloss Kalmar.

Erfahren Sie mehr auf der Website von Schloss Kalmar

Kalmarslott.se