Store Mosse, © Symbolbilder.se

Natur & Abenteuer

Smålands vier Nationalparks

Die Natur in Småland lässt sich nicht in einem Satz beschreiben. Hier gibt es tiefe Wälder, karge Hochmoore, Seen- und Küstenlandschaften. Unsere vier Nationalparks sind höchst unterschiedlich, aber alle vier laden dazu ein, die wilde Natur zu erleben, wo sie sich frei entfalten darf. Willkommen zum Abenteuer!

In allen vier Nationalparks in Småland gibt es Wanderwege. Egal ob du einen Besuch mit dem Picknick-Korb planst und ein paar Stunden bleiben möchtest, oder ob ein paar Tage im Nationalpark verbringen möchtest, einen passenden Weg findest du immer. Die Natur, auf die du triffst, wird dich nicht enttäuschen, sie ist ja gerade deswegen geschützt, weil sie ein ganz besonderer Naturschatz ist.

1. ÅSNEN – Eine småländische Wasserwelt

Åsnen ist ein See im Süden von Växjö. Er ist gespickt mit über tausend Inseln, ein teilweise unberührter Süßwasser-Schärengarten. Die Naturschätze dieses Gebiets sind so einzigartig, dass der nordwestliche Teil des Sees nun zum Nationalpark erklärt wird. Die Vielfalt, auf die man hier trifft, ist sehr selten und zugleich typisch für den Åsnen. Als Besucher trifft man auf Seen, Sumpfgebiete, Standwiesen und alte Laubwälder sowie wilde Obstbäume. Eine Wanderung durch den Urwald mit seinen alten Bäumen und großen Felsblöcken hinterlässt einen wie verzaubert.
Allein schon das überaus reiche Vogelleben wird in vielen Naturreservaten geschützt. Am Åsnen gibt es beispielsweise eine große Population von Fischadlern. Du kannst auch Seeadler sehen und in der Dämmerung den ganz speziellen Ruf des Prachttauchers hören.

Wege zu Land und zu Wasser
Abenteuer erlebt man an Land und zu Wasser. Neben den Wanderwegen bietet der Åsnen richtig gute Paddelgewässer. Rund um den See gibt es rund zehn Campingplätze sowie Ferienhäuser und Bed & Breakfast Pensionen, so dass du leicht eine Unterkunft nah am Wasser und in der Natur findest. Getnö - Lake Åsnen Resort ist ein privates Naturreservat mit Ferienhäusern, Campingplatz, Angel- und Kanumöglichkeiten. Wanderer und Radfahrer sind auf verschlungenen Pfaden und alten Bahndämmen unterwegs. Die Nationalpark-Eingänge bei Bjurrkärr und Trollberget liegen beide im Nordwesten des Sees.

2. NORRA KVILL – Verzaubernder Urwald mit Seerosenteichen

Norra Kvill ist einer von drei Nationalparks in Småland. Er besteht aus echtem småländischem Urwald. Der Wald wurde seit 150 Jahren nicht gerodet, und einige der Kiefern sind 350 Jahre alt. Umgestürzte Bäume, riesige moosbewachsene Steinblöcke und zauberhafte Waldseen warten hier auf Sie. Eine Wanderung zum höchsten Berg des Nationalparks wird mit einer strahlenden Aussicht belohnt.

Unberührte Wälder sind in Südschweden sehr selten. Wie gut, dass der erste Teil des Nationalparks bereits 1927 gebildet wurde. Er war damals 27 Hektar groß. Später wurde das Gebiet erweitert, heute umfasst es 114 Hektar. Hier darf sich die Natur frei zum Urwald entwickeln. Der Wald besteht zu 80 Prozent aus Kiefern, einige davon sind richtig groß - mit 2,5 m Umfang und einer Höhe von 35 m.

Leicht zu finden
Der Nationalpark Norra Kvill liegt dicht an der Straße zwischen Vimmerby und Södra Vi, 7 km südlich von Ydrefors. Eine ausgewiesene Abfahrt führt zum Parkplatz mit Informationstafeln, Toilette, Tischen und Bänken. Um die zwei Seen im Nationalpark herum führt ein Wanderweg. Der See Stora Idgölen wird auch Zaubersee genannt, wegen seiner Seerosen und dem Wasserklee. Der höchste Punkt ist die Anhöhe Idhöjden, die 45 m über der Seeoberfläche liegt und eine großartige Aussicht bietet. Das gesamte Småländische Hochland ist leicht hügelig. 230 m über dem Meer liegt der Nationalpark Norra Kvill als Berg in dieser Landschaft. Besonders faszinierend sind die moosbewachsenen Steinblöcke, die an einigen Stellen ganze Blockfelder bilden.

3. STORE MOSSE - Leicht zugängliche Wildmark

Store Mosse ist Schwedens grösstes zusammenhängendes Moorgebiet südlich von Lappland. Es wurde 1982 zum Nationalpark erklärt. Der Nationalpark ist Heimat für eine Menge verschiedener Pflanzen und Vögel, die sonst nur in den nördlichen Teilen von Schweden vorkommen. Die Landschaft und die Atmosphäre erinnert in vielem an Norrland, die nördlichste Region von Schweden.

Store Mosse liegt in der Mitte zwischen Gnosjö und Värnamo, im westlichen Teil des småländischen Hochlands. Die Seen und Feuchtgebiete im Nationalpark bieten Kranichen, Elchen und Adlern einen ungestörten Lebensraum. Der See Kävsjön ist wegen seiner vielfältigen Vogelpopulation sehr beliebt unter Vogelkundlern - und bietet vom Vogelbeobachtungsturm optimale Bedingungen zum Vögel Beobachten.
Im Store Mosse Nationalpark kannst du die Natur auf eigene Faust erkunden, wenn du einem der Wege folgst. Du kannst aber auch auf eine geführte Schneeschuh-Wanderung durch die Feuchtgebiete gehen - mitten im Sommer.

WEGE FÜR ALLE
Die Wanderwege verlaufen größtenteils auf gut gepflegten Holzbohlenwegen und varieren in der Länge von 300 Meter bis 14 Kilometer. Es ist also für jeden etwas passendes dabei. Zwei Wege, der Svartgölsleden und der Wibecksleden sind barrierefrei.

Ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationpark ist das Naturum, das Nationalparkhaus am Eingang. Hier findest du Information über den Nationapark sowie einen Grillplatz, Schutzhütte, Vogelturm, Ausstellungen und andere Aktivitäten. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe. Barrierefreie Unterkünfte gibt es ebenfalls.

4. BLÅ JUNGFRUN - Eine sagenumwobene Insel

Blå Jungfrun - die Blaue Jungfrau - wie sie sich im Sonnenschein an einem Sommertag aus dem Meer zu erheben scheint, diesen Anblick vergisst man nicht. Die graublaue Felseninsel ragt wie eine Kuppel aus der Ostsee und ist unter Schweden vielleicht der bekannteste Nationalpark. Der 86 Meter hohe Garnitbuckel wurde von den Gletschern der letzten Eisezeit so ebenmäßig rund geschliffen. Kein Wunder, dass die Blaue Jungfrau mit ihren speziellen Farben und der dramatischen Kontur in vielen Sagen und Legenden vorkommt.

Die Insel besteht zum Teil aus kahlen Klippen und zum Teil ist sie bewaldet. Es gibt einige Höhlen auf der Insel und ein altes Steinlabyrinth, von dem man keine Steine entwenden darf. Auf der Insel zu wandern ist sowohl herausfordernd aber auch sehr befriedigend. Einige Abschnitte sind mit Holzbohlen und Geländer versehen, die die Wanderung einfacher machen. Die Orientierung ist einfach, alle Wege sind markiert. Denke unbedingt daran Verpflegung und Getränke mitzubringen, auf der unbewohnten Insel kann man nichts kaufen.

Zauberei und Magie?
Romantische Geschichten ranken sich um das majestätische Eiland, das so einsam im Meer liegt - ganz anders als die Schäreninseln, die die Küste säumen. Als Blåkulle - blauer Hügel - ist die Insel fester Bestandteil des Volksglaubens und vieler Sagen und Legenden. Dorthin werden die Osterhexen verjagt, wenn der Winter vertrieben wird. Auch Meerjungfrauen und göttliche Wesen sollen dort heimisch sein. Um sich gut mit den Übernatürlichen zu stellen, wurden Handschuhe und Seidenschärpen als Opfer ans Ufer gelegt.

Am einfachsten kommt man im Sommer hin mit dem Ausflugsschiff M/S Solkust ab Oskarshamn.

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