Essen & Trinken

Hofläden in Småland

Mache eine Landpartie zu Smålands Bauern, Fischern und Viehzüchtern! Fahr' auf’s Land und kaufe leckere Lebensmittel direkt beim Erzeuger. Hofläden und Direktvermarkter haben auch in Småland Konjunktur

Äpfel aus Schwedens größtem Streuobstwiesen-Gebiet, Krebse aus dem See Vättern oder Wild aus Smålands Wäldern. Speisen und Spezialitäten aus der Region – wer ist auf Reisen nicht neugierig auf typische Gerichte und Zutaten?! Wenn du echt småländische Lebensmittel kaufen möchtest, kannst du das bei immer mehr Erzeugern direkt tun. Viele Landwirte, Obstbauern, Meiereien und Räuchereien vermarkten ihre Ware selbst und vor Ort. Wir möchten euch einladen zu einer Landpartie zum Shoppen regional erzeugter Lebensmittel. Folgt doch einfach mal einem Schild »gårdsbutik«! So mancher Hofladen betreibt auch gleich ein kleines Hofcafé.

Lass dich überraschen von der Vielseitigkeit und Qualität der Nahrungsmittel jenseits von Supermarkt und Lebensmittelindustrie. Du wirst traditionsreiche Familienbetriebe kennenlernen und junge Unternehmer, die sich ihre Zukunft auf dem Lande mit oftmals ganz neuen Geschäftsideen sichern. Und bestimmt wirst du viel Gutes und Leckeres aus Wald und Wasser und von Feldern und Äckern in Småland mitbringen.

Obst und Gemüse aus Småland

Fahr' auf's Land und erlebe die Vielfalt und Kreativität der neuen Bauern! Ein paar Beispiele gefällig? Bitte sehr: Bei Habo produzieren Emma und Marcus Söderlind ökologische Tomaten und zwar viele verschiedene Sorten und laden donnerstags nachmittags ab Mitte Mai zur Tomaten-Degustation ein. Auch ungewöhnliche Gemüsesorten wie lila Blumenkohl gehören bei ihnen ins Sortiment. - Je nach Saison ändert sich das Angebot von Gemüse natürlich in allen Hofläden. Salat, Zucchini, Erbsen, Bohnen, Kürbis, Lauch - achte auf die kleinen Selbstbedienungsstände und die sogenannten Hof-Buden, »gårdsbod«. Die Ware liegt bereit und die Preise sind angeschrieben. Nimm dir, was du brauchst und lege das Geld in die Kasse – beispielsweise eine alte Milchkanne - so wie in der »gårdsbod« vom Hof Ugglekull bei Urshult am See Åsnen.

Streuobstwiesen-Paradies

Auf der Südseite des Sees Åsnen erstreckt sich Schwedens größtes zusammenhängendes Streuobstwiesen-Gebiet. Hier wachsen besonders viele alte Obstsorten. Und natürlich kannst du hier Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel direkt beim Obstbauern kaufen. Frisch. Oder als Saft oder Marmelade – so wie auf dem Malva Gård auf der Halbinsel Vemboön.

Käse aus Landmeiereien

Anstatt die Milch zur industriellen Verarbeitung wegzugeben verarbeiten, manche Milchbauern die Milch lieber selbst oder liefern an kleine örtliche Meiereien, die daraus in Handarbeit Käse herstellen. So erzeugt die 2013 gegründete Käsemanufaktur Räven & Ostenzwischen Vetlanda und Målilla Käse aus Kuhmilch. Oder auch Övrefålls gårdsmejeri bei Rydaholm, westlich von Alvesta. Zwei bis drei Mal in der Woche werden dort etwa 180 Liter Kuhmilch zu Käse verarbeitet. Die Lagerung der drei bis zwölf Monate alten Käselaibe erfolgt u.a. in einem Erdkeller. - Von der Ziegenzucht bis zum Ziegenkäse liegt in der Fröset Gårdsmejeri im småländischen Hochland alles in einer Hand, nämlich in der von Malin Nelson. Mit ihre vielen verschiedenen Ziegenkäses beliefert sie u.a. auch das Gourmetrestaurant PM & Vänner in Växjö.

Ökofleisch und Wild aus Småland

Rinder, Schweine, Lämmer und Geflügel aus småländischer Zucht kann man auf vielen Hofläden kaufen. Gerade die Höfe, die ihr Fleisch ökologisch und nach dem schwedischen Öko-Standard KRAV produzieren, verkaufen häufig auch direkt. - Als "wilde Delikatessen" – Vilda Delikatesser- vermarkten zwei Jäger aus Småland das Fleisch ihrer Jagdbeute, also Elch, Wildschwein, Rotwild und Hirsch.

Mehr als Beeren und Fruchtsäfte

In den sanft gewellten Hügeln oberhalb des Sees Vättern liegen die Obstplantagen von Rudenstams, die seit Generationen direkt auf dem Markt in Jönköping verkaufen, seit vielen Jahren aber auch im eigenen Hofladen mit Café. Die Säfte werden inzwischen von vielen Restaurants und Lebensmittelgeschäften angeboten, während im Hofladen nicht nur die eigenen Früchte und Getränke verkauft werden, sondern die Produkte von über 40 Lebensmittel-Erzeugern aus der Region rund um Huskvarna.

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